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Krone Gips - Hilliges Gipswerk

Der Schornstein muss rauchen - aber bitte schwefelfrei

Die Eier legende Wollmilchsau wird wohl immer ein Traum bleiben. Etwas ähnliches haben wir allerdings in der Gipsindustrie schon seit den 80er-Jahren:

Moderne Braun- und Steinkohlekraftwerke geben neben Strom, Fernwärme und Prozesswärme obendrein auch noch jede Menge Gips ab. Unsere Branche hat diese Abgasreinigungstechnik gemeinsam mit der Stromindustrie zur Marktreife gebracht und eine ökologische Kreislaufwirtschaft geschaffen.

REA-Gips, der bei der Entschwefelung von Abgasen entsteht, ist ein hochwertiger synthetischer Rohstoff, der heute massenhaft in der Bauwirtschaft Verwendung findet.

Je nach Kundenanforderung und Verwendungszweck mischen wir REA-Gipse mit unserem Harzer Naturgips und schonen auf diese Weise natürliche Ressourcen.

Gemeinsam mit vier weiteren Gipsherstellern der Region organisieren wir den umweltfreundlichen Transport des REA-Gipses mit der Eisenbahn. Nach Investitionen von 2 Millionen Euro wurde im Sommer 2004 der modernste Gips-Entladebahnhof in Betrieb genommen. Bis zu 1.300 Tonnen liefern die Züge jeweils an, die automatisch in nur 20 Minuten entladen werden - vorher dauerte das 3 Tage. So ist dank hoch effizienter Logistiktechnik die wirtschaftliche Versorgung mit synthetischem Gips aus den Kraftwerken für die Zukunft gesichert.

Bild Krone-Gips Schornstein
 
Bild SchmetterlingBild BlaugrasBild verwitterter Gips Stein

Der Sieg für Blaugras und Fledermaus

Wenn Bagger und Bohrer abgezogen sind, kehrt das Blaugras zurück, dann erobern Moose, Farne, Gräser, Sträucher und schließlich Bäume den verlassenen Steinbruch; Fledermaus und Lurch siedeln sich an. Unseren Nachfahren wird es schwer fallen, die Stellen in der Natur wiederzufinden, an denen wir heute Gipsstein aus der Erde brechen.

Die Renaturierung von Abbauflächen, die schon während des laufenden Betriebes einsetzt, ist für die Gipsindustrie seit Jahrzehnten ein wichtiges Unternehmensziel.

Die meisten ehemaligen Abbaugebiete haben heute wieder ihre ursprüngliche Nutzungsform als Wälder, Wiesen oder auch Äcker, sind Teil des Landschaftsbildes und laden zur Erholung ein.

Unzugängliche Steinbrüche in schroffen Berglandschaften entwickeln sich sogar zu wertvollen Biotopen mit einer Tier- und Pflanzenwelt, die artenreicher ist als vorher. Selbst Spezies, die seit Jahren einen Stammplatz auf der Roten Liste haben, finden in diesen Nischen einen sicheren Lebensraum. Solche Sekundärbiotope werden als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen.

Da, wo wir zu Hause sind, im Landkreis Osterode, stehen 4,6 Prozent der Kreisfläche unter Naturschutz (Stand: 2003). Die Gebiete, auf denen Gips abgebaut werden darf, machen dagegen nur 0,4 Prozent der Kreisfläche aus. Die geschützten Naturflächen sind mehr als zehnmal so groß wie die Abbaugebiete der Gipsindustrie. Trotz der vorübergehenden Eingriffe in die Natur gibt es also genügend lauschige Plätze im Dickicht, an denen sich Hase und Igel ungestört gute Nacht sagen können.

 
Aktualisiert ( Freitag, den 23. Dezember 2011 um 15:55 Uhr )